Durch die immer dichter werdende Besiedlung verlieren viele Hofschaften leider ihren typischen Charakter. Die vorhandenen Baulücken und Freiflächen werden mit überwiegend architektonisch fragwürdigen Gebäuden gefüllt. Leider hat sich noch nicht überall die Erkenntnis durchgesetzt, dass gelebte Geschichte auch den Tourismus fördert, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben! 
So, nach dem Sie sich durch diesen Text gequält haben hoffe ich, dass ich Lust auf mehr gemacht habe und  wünsche Ihnen angenehmes Stöbern auf den folgenden Seiten..
Ja, und dann sind da noch die berühmten Bergischen Dickschädel. Man sagt der Bergischen Region nach, dass hier die Uhren anders gehen... und das ist wohl auch so. Trotzdem hat das Bergische Land auch ein paar Berühmtheiten hervorgebracht wie Walter Scheel, Johannes Rau, Veronika Ferres, Michael Lesch, Wilhelm Conrad Röntgen, Rita Süssmuth, Günter Wallraff, Alice Schwarzer, Friedrich Engels und noch ein paar mehr.
 
Der Name "Bergisches Land" ist nicht etwa der Topografie geschuldet, Namensgeber waren die Grafen von Berg, deren Grafschaft einen erheblichen Teil des heutigen Rheinlandes einnahm. Stammsitz der Grafen von Berg war lange Zeit "Schloß Burg an der Wupper", ein heutiger Stadtteil von Solingen. Haupterwerbszweig war die Kleineisenindustrie, aus der später die großen Schneidwaren- und Werkzeughersteller hervor gingen. Noch heute gibt es sehr viele kleinere Firmen, die Spezialmesser, Werkzeuge und chirurgische Instrumente herstellen und trotz ihrer Größe auf dem Weltmarkt einen guten Ruf genießen. Dafür verschwanden leider einige ehemals wohlbekannte Namen wie Krups (heute nur noch Markenname ohne Produktion in Solingen), Bremshey (Knirps Schirme) Kortenbach & Rauh (Kobold Schirme) Walter Gott (Gesenkschmiede), Kampschulte und Blasberg (Galvanotechnik). Zu Beginn der Industriealisierung waren die Prioritäten im Städtedreieck klar verteilt,  in Solingen wurden überwiegend Schneidwaren und Bestecke hergestellt, in Remscheid Werkzeuge und in Wuppertal war die Textilindustrie zu finden. Gewohnt wurde in kleinen Ortschaften und Städten, welche im Zuge von Gemeidereformen zu größeren Städten zusammengefaßt wurden. So entstand Solingen zum Beispiel aus fünf eigenständigen Orten.  An den Rändern der Ortschaften entstanden so genannte Hofschaften, von denen bis zum heutigen Tage noch sehr viele erhalten geblieben sind.
Auf diesen Seiten werde ich versuchen meiner Heimatstadt Solingen und dem Bergischen Land die positiven Seiten zu entlocken, was manchmal nicht so einfach ist, aber ich denke es lohnt sich!  Trotz aller Bemühungen seitens unserer politischen Vorturner sind wir, die Bewohner des Bergischen Städtedreiecks,  bis jetzt nicht klein zu kriegen und ich hoffe, dass das auch noch eine Weile so bleibt.
 
Neidvoll blicke ich auf unsere Partnerstadt Gouda, eine wunderschöne Stadt mit sehr vielen historischen Bauten. Dass Solingen so ganz anders aussieht, ist eine Folge des zweiten Weltkriegs. Während einiger Luftangriffe wurde Solingen weitgehend zestört. Nach dem Krieg wurde dann "Wohnraum" ohne Rücksicht auf Verluste geschaffen und genau so sieht Solingen heute aus. Dieses Schicksal teilt sich Solingen mit den anderen beiden Bergischen Großstädten Wuppertal und Remscheid. In allen drei Städten sind nur Bruchteile der alten Strukturen erhalten geblieben.
 
Klingt so, als könnte man nur verzweifeln oder auswandern, wären da nicht die einen oder anderen "Highlights" und die großartige Natur.
Willkommen auf meiner Hompage
HomeSchon gesehen?Vorsicht Kunst !Was noch?Persönliches 
Wolfgang Domscheit
Bergischland.net
Copyright  2012 Wolfgang Domscheit